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strohlos - Hintergrund + Info

S T R O H L O S . C O M   -   H I N T E R G R U N D W I S S E N 

Warum wir uns mit neuen Produkten und Technologien beschäftigen?

Nichts ist so gut, dass es nicht verbessert werden könnte!

Daran arbeiten wir!

Übrigens: strohlos ist ein Kunstname.

Wir haben den Trend der Zeit erkannt: Ressourcen schonen, Klima schützen!


 


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S U P E R P L A T T E   S P   -   P R A K T I S C H   F O M A L D E H Y D F R E I 

Strohplatten sind praktisch formaldehydfrei, wie es ein Gutachten bescheinigt; sie enthalten nur die Menge, die in den natürlichen Rohstoffen vorkommt - und das ist sehr wenig. Wären sie aus Holz, hätten sie das Umweltsiegel. Die Grenzwerte der E1 (0,1 ppm) werden mit 0,06 ppm deutlich unterschritten!
Keinsfalls zu verwechseln ist die Strohplatte SP mit den ehemaligen Strohpoly-Platten, die unter Hitzeeinwirkung Blausäure emittierten.


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Information zu Spanplatten herkömmlicher Technologie

Das Grundmaterial für Spanplatten sind holzhaltige Faserstoffe. Überwiegend handelt es sich um Industrieholz (Sägewerks- und Hobelreste), Altholz, Bau- und Restholz sowie Schwach- und Durchforstungsholz. Da diese "Rohstoffe" nicht immer herkunfts- und sortenrein getrennt werden, können auch mit Holzschutzmitteln belastete Hölzer in die Produktion und anschließend in Häuser und Wohnräume gelangen.

Kritisch ist auch teilweise die Verwendung der Bindemittel, mit denen die aufgearbeiteten Holzspäne zu Platten gepreßt werden. Sie können nicht nur die Umwelt, sondern auch die menschliche Gesundheit schädigen. In 90 Prozent der Fälle werden als Bindemittel formaldehydhaltige Kunstharze verwendet, die mit den Holzspänen keine dauerhafte Verbindung eingehen. So gast Formaldehyd ununterbrochen aus den Spanplatten aus und belastet die Raumluft. Das Gas entweicht, solange die Spanplatte existiert. Erst wenn die Platten selbst zerbröseln, besteht keine Gesundheitsgefahr mehr. Formaldehyd kann also noch nach 10 bis 30 Jahren die Bewohner schädigen. Das Gas entweicht vorwiegend an den Stellen, die nicht verklebt oder zusätzlich geschützt sind, wie z.B. an Sägeschnitten oder aus Bohrlöchern.

Formaldehyd
Formaldehyd ist ein stechend riechendes Gas, das Schleimhäute und Atemwege reizt und Augen- und Nasenschleimhautreizungen, Hustenreiz, Kopfschmerzen und Unwohlsein hervorrufen kann. Längerfristig kann Formaldehyd allergische Reaktionen auslösen oder allergische Reaktionen gegenüber anderen Substanzen begünstigen. Formaldehyd wird nicht im Körper angereichert. Gemäß MAK-Liste III B steht Formaldehyd im begründeten Verdacht auf krebserzeugendes Potential.

Die Prüfverfahren für die Festlegung von Grenzwerten erfolgen unter Normbedingungen und sind nicht mit den Bedingungen in einem Wohnraum zu vergleichen. Allein schon durch die unterschiedlichen klimatischen Verhältnisse im Sommer und im Winter sind die Innentemperaturen, und die Luftfeuchtigkeit und damit die Ausgasungsrate von Formaldehyd sehr unterschiedlich.

Emissionsklassen
Die Emissionsklassen sind eine Einteilung von Preßspanplatten und anderen plattenförmigen Holzwerkstoffen nach ihrer Formaldehyd- Ausgleichskonzentration in einer Prüfkammer. Die Emissionsklassen geben Auskunft über die Höhe der Formaldehydausgasung.
Emissionsklasse E1: Formaldehyd-Ausgleichskonzentration unter 0,1 ppm
Emissionsklasse E2: Formaldehyd-Ausgleichskonzentration 0,1 - 1,0 ppm
Emissionsklasse E3: Formaldehyd-Ausgleichskonzentration über 1,0 ppm
Holzfaserprodukte mit der Bezeichnung E1 können in Einzelfällen auch deutlich über dem Richtwert Formaldehyd emittieren. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Hersteller von Produkten für den Innenausbau gelieferte E1-Holzwerkstoffe weiterverarbeiten (z.B. die Holzwerkstoffe für die Herstellung von Akustikpaneelen lochen oder schlitzen).

Spanplatten mit der Bezeichnung F 0 sind formaldehydfrei, d.h. es wurden keine Bindemittel auf der Basis von Formaldehydharzen eingesetzt. Üblich ist dann die Verwendung von Polyurethan-Bindemitteln. Hier entsteht allerdings möglicherweise ein Problem durch Isocyanate.(Anm. Blausäure)
Typenbezeichnungen
V - 20 : überwiegend Harnstoff-Formaldehyd-Harze (Aminoplaste)
V - 100 : Phenol-, MDI- (Isocyanate), MDI-Melamin, MDI-Phenol-Formaldehyd-Harze
V - 100 G : wie V 100, aber mit Fungizidzusatz

Holzwerkstoffe
Unter dem Sammelbegriff Holzwerkstoffe werden Produkte zusammengefaßt, die durch Zusammensetzen von Holzfasern, Holzspänen oder Furnieren, meist unter der Zugabe von Bindemitteln (Formaldehydharze, Polyurethanharze, Gips, Zement, Magnesit), hergestellt werden. Sperrholz, Spanplatten und Holzfaserplatten zählen traditionell zu den Holzwerkstoffen. In Abhängigkeit vom verwendeten Bindemittel haben Holzwerkstoffe eine unter-schiedliche gesundheitliche Relevanz (Stichworte: Formaldehyd, Isocyanate).

Emissionsarme Holzwerkstoffe
Die Jury Umweltzeichen hat 1992 ein Umweltzeichen beschlossen, mit dem beschichtete und unbeschichtete Spanplatten, Tischlerplatten und Faserplatten gekennzeichnet werden können. Die Anforderungen enthalten neben einem Grenzwert für Formaldehyd (0,05 ppm) auch Anforderungen an MDI (Isocyanat) und Phenole, die nachweisbar nicht emittieren dürfen, sofern entsprechende Bindemitel verwendet wurden. Darüber hinaus dürfen den Holzwerkstoffplatten (inklusive Beschichtungen) keine Holzschutzmittel/ Biozide und keine halogenorganischen Verbindungen (z.B. Fluoride, Chloride, Bromide) zugesetzt werden.

Formaldehydarme Holzwerkstoffe

Formaldehydarm werden Werkstoffe bezeichnet, die mit dem RAL-Umweltzeichen 38 gekennzeichnet sind (gilt nur für Produkte, die zu mehr als 50 % aus Holz bestehen).Die für die Herstellung der Produkte eingesetzten Holzwerkstoffe dürfen im Rohzustand eine Ausgleichskonzentration von maximal 0,1 ppm Formaldehyd (entspricht der Emissionsklasse E 1) nicht überschreiten. Bei den fertigen Produkten ist ein Grenzwert von 0,05 ppm vorgegeben.

Quelle: Schadstoffberatung - Holz (leicht gekürzt)


 


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F O R M A L D E H Y D   -   B A L D   N E U E   G R E N Z W E R T E ? 

Das Entwicklungs- und Prüflabor Holztechnologie (EPH) hat im Juni 2008
beim California Air Resources Board (CARB) als 2. deutsche Stelle den
Antrag als anerkannter "Third Party Certifier (TPC) of Composite Wood
Products" gestellt. Derzeitig ist davon auszugehen, dass die Zulassung
des EPH durch CARB noch im dritten Quartal diesen Jahres erfolgt.

Hintergrund: Auf Grund der Umstufung von Formaldehyd aus der Kategorie 3
(Wirkung noch nicht klassifizierbar) der kanzerogenen Stoffe in die
Kategorie 1 (nachweislich humankanzerogen) ist mit einer Neuregulierung
der Grenz- und Richtwerte für die Formaldehydabgabe aus Holzwerkstoffen
rechnen. So wird IKEA die Grenz- und Richtwerte im September 2008
deutlich senken.
Auch in den USA (Kalifornien) wird die Absenkung der Grenzwerte für
Formaldehyd über das von der California Environmental Protection Agency
dafür autorisierte California Air Resources Board (CARB) in einem
2-Stufenprogramm von 2009 bis 2012 durchgesetzt. Im Rahmen des Airborne
Toxic Control Measure (ATCM)-Programms sowie der "Final Regulation
Order" von Kalifornien müssen daher zukünftig diejenigen
Holzwerkstoffhersteller, die auf diesem Markt präsent sein möchten,
sowohl die Prüfrichtlinien als auch die Anforderungskriterien von CARB
einhalten.
(IHD)



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S U P E R P L A T T E   S P   &   D E R   K L I M A W A N D E L 

Eis der Arktis 2008 dünner denn je

Genf (dpa) - Das Eis in der Arktis war 2008 so dünn wie nie zuvor. Das teilte die Weltwetterorganisation der Vereinten Nationen (WMO) am 16.12.2008 in Genf mit. Auch bezogen auf das Volumen war die Eisschicht kleiner als in jedem anderen Jahr.

Es schmolz so weit ab, dass von der Ausdehnung her im Sommer nur die zweitkleinste Eisfläche übrig blieb, seit Satelliten 1979 mit den Beobachtungen begonnen haben. Ansonsten war 2008 das zehntwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1850.

Die geringste Ausdehnung erreichte das Eis im Wechsel zwischen Schmelzen und Frieren am 14. September 2008. Mit 4,67 Millionen Quadratkilometern war die Fläche nur leicht größer als 2007 mit 4,3 Millionen Quadratkilometern, was als die bisher geringste Eis- Ausdehnung in der Arktis angesehen wird.

Die weltweite Oberflächentemperatur zu Lande und zu Wasser lag in diesem Jahr 0,31 Grad Celsius über dem Jahresdurchschnitt von 14 Grad, wie er zwischen 1961 und 1990 gemessen wurde, sagte WMO- Generalsekretär Michel Jarraud. Damit lag die Oberflächentemperatur leicht unter den vergangenen Jahren dieses Jahrhunderts. Jarraud sprach von einem Jahr mit vielen Wetterextremen, die unter anderen etwa der Türkei die kältesten Januarnächte seit 50 Jahren oder den wärmsten Winter 2007/2008 für Finnland, Schweden und Norwegen brachten.

Das extreme kalte Winterwetter forderte in Afghanistan und China Hunderte von Opfer. Deutschland wurde zwischen Mai und September von einer großen Zahl starker Gewitter mit viel Regen und Hagelstürmen heimgesucht. Portugal und Spanien erlebten den trockensten Winter seit Jahrzehnten. Dagegen gab es in in Nord- sowie in Schwarzafrika, einschließlich West- und Ostafrika, heftige Regenfälle, die etwa in Simbabwe zu Überschwemmungen führten.

In Frankreich gab es Anfang November ebenfalls heftige Regenfälle mit Überschwemmungen. Außerdem bildeten sich im Atlantik 16 tropische Stürme - darunter acht Wirbelstürme, fünf von ihnen in der Kategorie drei oder höher. Der Durchschnitt liegt bei elf tropischen Stürmen und sechs Hurricans, von denen zwei größte Ausmaße erreichen. In den USA gab es zudem eine Rekordzahl an Tornados: Ihre Zahl von 1489 zwischen Januar und August stellt seit den beginnenden Aufzeichnungen im Jahr 1953 eine Rekordmarke dar.

Das Ozonloch über der Antarktis erreichte am 12. September mit 27 Millionen Quadratkilometer zwar einen niedrigeren Wert als im Rekordjahr 2006, war aber wieder größer als 2007.

Nur wenn die Wissenschaftler menschliche Einflüsse wie den Ausstoß von Treibhausgasen in ihre Simulationen einbezogen, wurden steigende Temperaturen errechnet, wie sie in den letzten Jahrzehnten an den Polen gemessen wurden. Die Wissenschaftler um Nathan Gillett von der Universität von East Anglia in Norwich präsentieren ihr Ergebnis in der Fachzeitschrift "Nature Geoscience" (online vorab veröffentlicht). Natürliche Klimaschwankungen erklärten die Erwärmung der Pole nicht.

Der Weltklimarat IPCC hatte in seinem vierten Sachstandsbericht 2007 erklärt, dass menschliche Einflüsse auf das Klima für jeden Kontinent entdeckt worden seien ­ mit Ausnahme der Antarktis. Zu dünn seien die Messdaten zum Südpol, um darüber ein Urteil zu treffen. Die Forschergruppe in Norwich nutzte nun dieselben Modelle, die auch das IPCC verwendet hatte.

Die Studie von Gillett und seinen Kollegen sei dennoch einzigartig, erläutern die US-amerikanischen Klimaforscher Andrew Monaghan und David Bromwich in einem Kommentar zum "Nature Geoscience"-Bericht. Sie konzentriere sich nur auf die Orte an den Polen, zu denen genug Daten vorlägen. Dazu gehören am Südpol beispielsweise die Küstenregionen und die antarktische Halbinsel.

In der Stärke der Studie liegt nach Angaben der Kommentatoren aber auch ihre Schwäche: Man könne die Ergebnisse nicht einfach auf andere Polregionen übertragen. Besonders über die Temperaturen im Inneren der Antarktis sei wenig bekannt. Die antarktische Halbinsel habe sich seit 1950 um drei Grad Celsius erwärmt. Damit gehöre sie zu den Spitzenreitern auf der Erde. Dies gelte aber möglicherweise nicht für die gesamte Antarktis.

(leicht gekürzt/redigiert)


 


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R E S S O U R C E N   &   K L I M A   ( 2 9 . 1 0 . 2 0 0 8 ) 

WWF: Globaler Umwelt-Raubbau größer als je zuvor

Berlin (dpa/red) - Der globale Raubbau an der Erde wird immer dramatischer. Das geht aus dem "Living Planet Report 2008" der Umweltstiftung WWF hervor, der am 29.10.2008 in Berlin vorgestellt wurde.

Verglichen mit der von 2006 habe sich die Situation noch einmal drastisch verschärft. Ressourcen würden immer schneller verbraucht.

Wenn der Verbrauch an natürlichen Ressourcen so weiter gehe, würden bereits im Jahr 2035 theoretisch zwei Planeten benötigt, um den weltweiten Bedarf an Nahrung, Energie und Fläche zu decken. Der Report 2006 hatte dafür noch eine Frist bis 2050 errechnet. Der Worldwide Fund for Nature (WWF) fordert deshalb dringend weltweite Maßnahmenpakete für Nachhaltigkeit.

"Die ökologische Krise wird uns um ein vielfaches härter treffen als die Finanzkrise und früher oder später das Wohlergehen und die Entwicklung aller Nationen gefährden", sagte WWF-Naturschutzdirektor Christoph Heinrich voraus.

Verantwortlich dafür seien neben dem stark steigenden Ressourcenverbrauch vor allem die weltweite Entwaldung, Klimawandel, Umweltverschmutzung und Überfischung. "Mehr als drei Viertel der Menschheit leben mittlerweile in Ländern, die ökologische Schuldner sind - das heißt, der nationale Konsum übersteigt die Biokapazität des Landes", warnte James P. Leape, Generaldirektor von WWF International.

Deutschland steht bei diesem "ökologischen Fußabdruck" im internationalen Vergleich auf Rang 30. Damit. Deutschland liegt es hinter Großbritannien, Frankreich und Österreich, aber deutlich über dem globalen Mittelwert und gehört somit zu den 50 "ökologischen Schuldnern" auf der Welt. Den größten "Fußabdruck" haben die USA und China. Der ökologische Fußabdruck ist eine komplexe Messgröße für die Inanspruchnahme von Ökosystemen und Arten.

Wichtig sei auch das auf Nachhaltigkeit bedachte Handeln der Fabriken. "Sie müssen schon bald mit weniger Energie auskommen und ihre Abfallmenge vermindern", sagte der WWF-Experte. Deutschland stehe im internationalen Vergleich zwar ganz gut da, doch Länder wie Japan seien auf diesem Gebiet noch weiter.


 


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H O L Z H Ä U S E R   &   N I C H T   B E R E N N B A R E   S T R O H P L A T T E 

Im US-Bundesstaat Kalifornien verwüsten Jahr für Jahr mehrere tausend Brände riesige Gebiete

Wochenlang wüteten im Sommer 2008 im Westküstenstaat schwere Feuer und vernichten eine Fläche von mehr als 3400 Quadratkilometern - das entspricht der Fläche von Berlin und dem Saarland zusammen. Unter anderem verwandelte ein gefährlicher Waldbrand den Küstenort Big Sur zeitweise in eine Geisterstadt, weil die meisten der 1500 Einwohner vor den Flammen flüchten. Etwa 20.000 Feuerwehrleute kämpfen gegen mehr als 1.700 Brände. Auch vor den Toren des Yosemite-Nationalparks tobten im Sommer Feuersbrünste, knapp 50 Gebäude brannten nieder, eine Fläche von 135 Quadratmetern wird ein Raub der Flammen.

Im November 2008 wurden insgesamt fast 8900 Hektar Land und rund 800 Häuser zerstört, darunter auch einige Villen. Gouverneur Arnold Schwarzenegger rief für die betroffenen Gebiete den Notstand aus. Das Feuer wurde durch starke Winde, Hitze und Trockenheit angefacht. Insgesamt wüteten die Flammen in Kalifornien auf rund 100.000 Quadratkilometern. Sie wurden als die schlimmsten Brände seit 1961 eingeschätzt.

Übrigens: Mehr als 90 % aller Wohnhäuser in den USA bestehen aus Holz. Und: Die Strohplatte – Superplatte SP ist nicht brennbar und verfügt über beste Wärmedämmeigenschaften!


 


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S U P E R P L A T T E   S P   &   D E R   K L I M A W A N D E L 

Der Mensch vernichtet den Regenwald ungebremst

Erschienen am 30. Juni 2008


Obwohl sie für das Weltklima erwiesenermaßen wichtig sind, schreitet die Abholzung der Tropen weltweit ungebremst voran. Am schlimmsten ist die Situation in Brasilien, mahnen amerikanische und indonesische Forscher in den "Proceedings", dem Publikationsorgan der US-Akademie der Wissenschaften.
Von 2000 bis 2005 verschwanden insgesamt 27 Millionen Hektar Regenwald von der Erdoberfläche - das ist eine Fläche, die deutlich größer ist als ganz Großbritannien. 2,4 Prozent des weltweiten Tropenwaldbestands wurden dadurch vernichtet. Damit ist die Abholzungsrate noch genauso hoch wie in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts.
Besonders verheerend sei die Situation in Brasilien, haben die Wissenschaftler um Matthew Hansen von der Universität in South Dakota nach der Auswertung von Satellitendaten ermittelt. Fast 48 Prozent der neu abgeholzten Fläche entfielen auf das südamerikanische Land: viermal mehr als in Indonesien, das in der Liste der Länder mit den höchsten Waldverlusten als nächstes folgt.
Die Vernichtung der Wälder konzentriert sich dabei offenbar auf einige wenige Gebiete: Außer Brasilien und Indonesien gehören unter anderem Nord-Guatemala, das östliche Bolivien und das östliche Paraguay zu diesen "Hotspots", wie sie die Wissenschaftler nennen. Nur gut fünf Prozent der abgeholzten Wälder entfielen hingegen auf Afrika.
Da Wälder Kohlendioxid speichern, wirkt sich der Verlust der Tropenwälder nachteilig auf den globalen Kohlenstoffgehalt der Atmosphäre aus und beschleunigt so den Klimawandel. Außerdem droht mit der Abholzung ein erheblicher Verlust der Artenvielfalt, da die Tropenwälder Lebensräume mit überdurchschnittlich hoher Artendichte darstellen.

Quelle: Fachartikelnummer DOI: 10.1073/pnas.0804042105
(red. leicht gekürzt; CreaMedial)


 


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